WINDS OF SPRING
2012

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oil/canvas, 130 x 90 cm

An open window at Spring time. The spring wind blows the light curtains and lets

sunlight into the semi-darkness of an empty room. It swirls a band of little yellow

balls, which float through a door at the right out of nowhere. As if attracted to the light,  

the balls float up to the window, where they catch the sunlight and carries it away on their flight through the room. The floor shimmers in some places like gold in softly radiating their cheerful colours, in contrast to the almost monochromatic grey-brown shades of the walls.

 

The composition of the interior design creates a stable and calm impression by means of the verticals of the curtain and of the walls all of the up and downward oriented diagonals are thus gathered together by them into a structure. As a result, the room receives a charged atmosphere, which, though affecting the viewer more subconsciously, is nevertheless a well-considered instrument enhancing the mood of vitality and renewal. The yellow band of small balls connects the verticals into a composition thus creating a significant line soothing balance.

The light, which originates in the middle of the foreground is transported into the background of the room. 

 

The pictorial language is simple and clear in its symbolism. Each spring, nature awakens with all of its senses, ready for a new beginning. After the calm of hibernation a strong

refreshing  wind blows the curtains. The warming sun throws light onto the windows

and into winter darkness. The yellow balls throw renewal and vitality to and fro. Yellow is the most cheerful and brightest colour in the spectrum. It stands for dynamism and movement. Balls are associated with games and joy. The formation of the band of balls, in swinging towards the light, can be interpreted as the energetic flow of life itself.

©Helga-Isabella Lorentz, art historian

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Ein geöffnetes Fenster im Frühling. Der Frühlingswind in seiner Unbekümmertheit bauscht die leichten Vorhänge auf, läßt Sonnenlicht in das Halbdunkel eines leeren Raumes und verwirbelt ein Band kleiner gelber Bälle, die durch eine Tür rechts aus dem Nirgendwo hereinschweben. Wie vom Licht angezogen, zieht es ein paar Bälle zum Fenster hinauf, wo sie die Sonne einfangen und mit sich forttragen auf ihrem Flug durch den Raum. Der Fußboden schimmert stellenweise golden wie im sanften Abstrahlen ihrer fröhlichen Farbigkeit.

 

Die Komposition der Raumarchitektur, fast monochrom in grau-braun Schattierungen gehalten und in Lasurtechnik gemalt,  wirkt stabil und ruhig durch die Vertikalen des Vorhangs und der Wände, die alle zu ihr strebenden, auf- und abwärts weisenden Diagonalen in einem Gefüge zusammenhalten. Dadurch erhält der Raum ein atmosphärisches Spannungsfeld, das sich  dem Betrachter eher unbewusst vermittelt, jedoch ein wohlbedachtes Instrument zur Stimmungsverstärkung von Lebendigkeit und Aufbruch ist. Das gelbe Band der kleinen Bälle folgt in seinem Flug diesen auf- und abstrebenden Diagonalen, mildert sie dabei ab in ihrem Neigungswinkel und schafft dadurch einen wichtigen linienberuhigenden Ausgleich der Komposition.

 

Durch die auf den Betrachter zuschwebenden Bälle werden Hintergrund, Mittelebene und Vordergrund in einer fließenden Linie geeint. Das Licht, das im Mittelgrund seinen Ursprung hat, wird in die Raumtiefe abgeleitet.

 

Die Bildsprache ist in ihrer Symbolik einfach und klar. Mit jedem Frühling erwacht die Natur mit allen Sinnen, bereit für einen neuen Anfang. Nach der Ruhe des Winterschlafes verweht ein kräftig auffrischender Wind die Vorhänge. Die wärmende Sonne erhellt die Fenster und das Winterdunkel. Aufbruch und Lebendigkeit spielen sich die gelben Bälle zu. Gelb ist die heiterste und hellste Farbe des Spektrums. Sie steht für Dynamik und Bewegung. Der Ball ist assoziiert mit Spiel und Freude. Das zum Licht schwingende Band der Formation der Bälle kann für den energetischen Fluss des Lebens schlechthin gedeutet werden.

Ähnlich einer Sprache haben Gegenstände innewohnende Eigenschaften. Im Gemälde ist es das geöffnete Fenster im Frühling, das die Verbindung zwischen Außen- und Innenraum herstellt und dadurch das eigentliche Bildgeschehen des Werkes, die schwebenden Bälle, unterstreicht.

©Helga-Isabella Lorentz, Kunsthistorikerin

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